Kalender 2017 Calendar

2017

Ich hoffe für 2017, dass das Postfaktische als Charakteristikum des Jahres 2016 keine dauerhafte Erscheinung bleibt, sondern dass sich die kreativen, den eigentlichen Zeitgeist formenden Kräfte durchsetzen werden.
Mein diesjähriger Kalender zeigt neben weitschweifenden landschaftliche Formationen näher herangezogene Teile einer mehr oder weniger ‚faktischen‘ Realität.

      ¡MAGO ERGO SUM!

Wie vielen inzwischen bekannt ist, geht es bei meinen manipulierten Bildwelten nicht um den Selbstzweck des Eingreifens, vielmehr ist die vorgefundene Wirklichkeit in vielen Fällen nicht expressiv genug. Sie muss bildnerisch verdichtet werden, um im Verborgenen liegende Kraftfelder sichtbar zu machen.

Das Motto ‚iMago Ergo Sum‘ stellt einen krassen Gegensatz zum bekannten cartesianischen  ‚Cogito ergo sum‘ dar, da es die andere Seite des menschlichen Seins betont, die der magischen Einheit allen Sein. Das Bilden, das Bild (imago) ist hervorragend geeignet, die Dualität von Geist und Materie, von Denken und Fühlen zu überwinden.

 

2016

2016 ist ein Jahr wie jedes andere und ist kein Jahr wie jedes andere.
Schleichend kontinuierlich vom Gewesenen zum Werdenden, dabei immer neu im Jetzt.
Die Kunst liegt im Innhalten, kurz nach vorne und nach hinten blicken,
nicht ablenken lassen von Licht und Schatten des Vergangenen oder Kommenden.

Kalender 2016 Calendar

12 Kalenderbilder für 2016

Die Ideen dieses Kalenders habe ich hinter dem Zufall versteckt: „Aleae iactae sunt“, hat mich der besserwissende latinisierende Nachwuchs inzwischen korrigiert und das, nachdem die Druckwürfel schon gefallen sind.
Der Würfel ist für mich außerdem ein massives Symbol, ‚Raum‘ fassbar zu machen. Steht er erst einmal im Weg, macht er sich richtig breit. Von seinen sechs Seiten zeigt er zeitgleich im günstigsten Falle ohne besondere Hilfsmittel (Spiegel, Kamera, Gedächtnis) ganze drei, im ungünstigsten Falle aber nur eine Seite. Daher ist Vorsicht geboten, die Hälfte seiner aktuell gezeigten Seiten, einen Raumzeit-Ausschnitt, für die gesamte Wirklichkeit zu halten!

Dabei muss ich zugeben, dass der Würfel als Träger von nur 6 Seiten als Kalender-Darsteller nur bedingt geeignet ist, da er allein nur für ein halbes Jahr reicht, außer: Wir nehmen die Innenflächen hinzu, gehen in den Kubus hinein oder lassen diesen im dreidimensionalen Raum ‚umklappen‘ in der zweiten Jahreshälfte.

Natürlich ist ein etwas komplizierteres Polyeder als Kalenderträger denkbar: Das Pentagondodekaeder, bestehend aus 12 regelmäßen Fünfecken. Als Platonischer Körper hat er seine eigene Schönheit und Eigenschaften, die bisher allenfalls mathematisch erforscht sind.

 

2015

To characterize the world of ideas forming the calendar in 2015 I have created the term ,Retrograde Amnesty‘.
Do not worry, this is not about a traumatic amnesia, and I don’t think I am in a state of age-based or diet-related dementia, although my first name rhymes with it in German (Clemens – Demenz).

Artistdesign Titelbild Kalender 2015

Retrograde Amnesty means that I free myself from my youthful misdeeds,
howsoever inventive and exploratory they are even today.
These shadows of my past are now presented in a conscious, sharp light of the present (anti-amnesia) in this calendar: 11 of the 12 exhibits are from the 80s, more or less digitally remastered. So these early works are now amnestied,, freed from their previous caveman existence.
As the individual paintings are only printed, except their titles, without a word on paper, I am pleased about more or less meaningful comments on the individual images – whether descriptive, ironic or creative!
However, there is a small hurdle to eliminate spam robots: „Please solve the math problem! Example: 8 – x = 3“
Otherwise, I wish you a lucky 2015 in all your areas of life where your heart is!
Die Ideenwelt meiner Bildwerke des Kalenders für 2015 fasse ich unter dem Begriff ‚Retrograde Amnestie‘ zusammen.

Keine Angst, hier geht es nicht um eine traumatische Amnesie, auch befinde ich mich nicht im Zustand der alters- oder ernährungs­­bedingten Demenz, auch wenn mein Vorname sich darauf reimt.
Retrograde Amnestie soll heißen, dass ich mich befreie von den ideen­reichen, durchaus ansehnlichen künstlerischen Jugendsünden, Schatten meiner Vergangenheit, indem ich sie ins bewusste, scharfe Licht der Gegenwart (Anti-Amnesie) stelle in Form eines Kalenders: 11 der 12 Exponate kommen aus den 80ern, mehr oder minder digitally remastered. Damit erlangen auch diese frühen Bilder ihre Amnestie, werden befreit aus ihrer bisherigen Keller-Existenz.

Da die einzelnen Motive bis auf die Titel wortlos auf Papier gebannt sind, freue ich mich wie immer über sinnstiftende Kommentare zu den einzelnen Motiven – ganz gleich ob deskriptiv, ironisch oder kreativ!
Allerdings gibt es eine kleine Hürde, um Spam-Robots auszuschalten:  „Bitte lösen Sie die Rechenaufgabe | Please solve the math problem: Beispiel: 8 − x = 3“
Ansonsten wünsche ich euch auch 2015 ein frohes Schaffen in allen
Lebensbereichen, die euch am Herzen liegen!

 

 

2014

Höher, schneller, weiter: Nach der 13 kommt die 14. Und unversehens ist das Neue Jahr am Start und am Laufen.
Die Bildwerke für 2014 sprechen ihre eigene Sprache, sind mal rätselhaft-tiefgründig, mal oberflach-banal. Sie spiegeln daher das wider, was uns alle umgibt: Scheinendes und wirkendes Sein auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Facetten.

Kalender 2014 Titelbild

 

Es ist ja eigentlich nur von hier bis an die Wand gedacht, anzunehmen, dass ab einem bestimmten Stichtag alles anders sei als vorher. Wer ist schon in der Lage, heute im Hier und Jetzt zu sein und zu handeln. Die meisten von uns befinden sich in der Schere: von hinten drängt das Vergangene, nur bedingt Verarbeitete, von vorne drängt eine vorgestellte Zukunft, die mit unserer Ängsten vorbelastet ist.
Vielleicht geben uns die Bilder für 2014 die Möglichkeit, eine kurze Pause einzulegen im Lauf der Zeit. Kurz innehalten, verweilen, zum Bewusstsein vordringen.

 

2013

Auch an dieser, für 2013 aufbereiteten Bild-Kollektion können wir erkennen, dass nicht nur die Zeit weitergeht trotz aller geliebten negativen Prophezeiungen. Der Weltuntergang hat schon wieder nicht stattgefunden, schade eigentlich, denn die Befürchtungen und Vorbereitungen waren wieder einmal umsonst. Hat aber auch sein Gutes, denn jetzt haben wir die Möglichkeit, unsere Wahrnehmung zu schulen und uns damit auf einer höheren Ebene den Ereignissen zu stellen. Titel Kalender 2013 Calendar Title

Eigentlich hilft uns jeder Zeitensprung, Neuanfang immer dabei zu erkennen, dass wir schlussendlich in einer Zeit zu leben, die wir uns früher schon vorgestellt hatten. Wir sind also angekommen, sind nun zu Hause.

Der vorliegende Kalender für 2013 belebt unsere Vorstellungskraft aufs Neue, zeigt uns Möglichkeiten des Seins und Wirkens, legt einen besonderen Fokus auf das Allgemeine.

 2012

 

Kalender 2012 | calendar | calendario

Auch der Kalender für 2012 stellte eine deutliche Herausforderung dar an den Gestalter: Clemens-Raphael Dethlefsen, von mir aus gesehen: Imago ergo sum.
Denn es ist nicht damit getan, das eigene Bildarchiv zu durchforsten und geeignetes, besonders ästhetisches Material ein wenig aufzuhübschen und als Innovationsschub zu präsentieren. Nein, solange ich die Bildnerei Ernst nehme, gehe ich einen Schritt weiter und versuche das zu gestalten, was ich bisher noch nicht gestaltet habe, mir also bisher entgangen ist. Daher sind die entstehenden Elaborate eher investigativer denn schöngeistiger Natur, spiegeln eher den Stand einer Untersuchung als einer kalkulierten Ästhetik wider.
So ist ein kein Wunder, dass der entstehende ‚Stil‘ des aktuellen Kalenders nicht als ästhetische Nische und Begrenzung zu verstehen ist, sondern als Erweiterung der bisherigen, auf der bisherigen Wahrnehmungsfähigkeit basierenden Kreationen.

The calendar for 2012 is a significant challenge to the designer Clemens Raphael Dethlefsen, seen from my point of view: Imago ergo sum.
For there it is not enough to sift through your own image archive and appropriate, particularly aesthetic material to embellish a little and to present as an innovation boost.
No, as long as I take imagination seriously, I go one step further and try create the things I haven’t  made ​​yet, to me so far escaped. Therefore, the resulting investigative works are rather than beautiful spiritual in nature, rather reflect the state of an investigation as a calculated aesthetic.
So it’s no wonder that the resulting ’style‘ of the current calendar is not intended as aesthetic and niche limitation, but as an extension of the previous, based on the previous perceptibility of already exisiting creations.

2 Gedanken zu “Kalender 2017 Calendar

    • Hallo Ramon Roy,

      die Frage ist genauso berechtigt wie deren Inversion: ¿Was sagt der Diagnostizierende über sich selbst aus, indem er eine Situation wahrnimmt, in der er andere zu beschreiben, zu durchleuchten und zu klassifizieren versucht? Er sagt sich und anderen, wenn er auch nach innen schauen kann: “¡Ich kreiere aus meinen Wahrnehmungen heraus die ihnen entsprechenden Spiegelbilder und gebe ihnen einen Namen, ‘Patienten’!”

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